SEO Revolution mit Google Gemini 3 und Adobe kauft Semrush

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Seit dieser Woche weht ein anderer Wind in der SEO- und KI-Branche – und es fühlt sich an, als hätte sich die Erde ein Stück weitergedreht.

Google hat sein neues Sprachmodell Gemini 3 direkt in den KI-Modus von Search integriert, Adobe kauft Semrush für 1,9 Milliarden US‑Dollar, und in der Search Console tauchen plötzlich zwei neue Funktionen auf: Benutzerdefinierte Annotationen und ein Filter für Markensuchanfragen.
All das wirkt, als ob die Suchwelt gerade eine neue Etage erklimmt – und wir dürfen beim Aufstieg zusehen.

Google rollt Gemini 3 direkt in den Such‑KI‑Modus aus

Gemini 3 Pro steht seit dem Launch‑Tag im KI‑Modus von Google Search zur Verfügung – zunächst für zahlende Abonnenten in den USA. Das Besondere daran: Es ist das erste Mal, dass ein neues Modell nicht nur in Labs, sondern gleich im Herzstück der Suche startet.

In der Praxis kannst du nun in der Modellauswahl unter „Thinking“ zwischen den Varianten wechseln. Wer ein Abo hat, bekommt höhere Limits; der breite Rollout soll folgen. 

Gemini 3 läuft nicht nur im KI‑Modus, sondern auch in der Gemini‑App, in AI Studio und Vertex AI. Es arbeitet mit neuen generativen Layouts – Google nennt das „generative UI“ – und routet komplexe Fragen bald automatisch an das leistungsstärkste Modell.

Warum das wichtig ist:
Die KI‑Antworten werden interaktiver. An Stelle von statischem Text tauchen Rechner, Vergleiche oder Simulationen auf. Das ändert deutlich, wie oft Nutzer überhaupt auf deine Seite klicken – selbst wenn dein Content die Basis dafür bildet.

Einige Branchenbeobachter sehen darin den Übergang vom „Antwort‑Kasten“ zum „funktionalen Sucherlebnis“. Gemini 3 ist nicht bloß ein neues Modell, sondern ein Schritt hin zu einer Suche, die selbständig handelt – von Preisrechnern bis Mini‑Apps in den Ergebnissen. 

Suchanalyse mit Kontext: Benutzerdefinierte Annotationen in der Search Console

Nach Jahren von Wunschlisten hat Google Ende 2025 endlich Annotationen in die Search Console gebracht. Künftig kannst du einen Tag auf dem Traffic‑Chart markieren und eine Notiz anheften – zum Beispiel: „Neue Navigationsstruktur veröffentlicht“ oder „Serverwechsel“.

Bis zu 200 Einträge lassen sich pro Eigenschaft speichern, ältere ab 500 Tagen löscht Google automatisch. Jeder mit Zugriff sieht die Notizen – ideal für Teamarbeit. 

Weshalb du das nutzen solltest:
Wer schon einmal versucht hat, den Zeitpunkt einer Änderung nach Monaten nachzuvollziehen, weiß, wie nervig das ist. Bisher musste man durch Jira‑Tickets oder Chat‑Verläufe tauchen. Jetzt steht die Info direkt im Verlauf der Daten. 

Und weil alle Teammitglieder die Annotations sehen – auch Agenturen oder Entwickler – verschwindet viel „Wer war’s eigentlich?“-Chaos. Es ist ein kleines Detail, das aber Analyse‑Arbeit auf neues Niveau hebt. 

Adobe kauft Semrush – für 1,9 Milliarden Dollar in bar

Und dann kam der Paukenschlag: Adobe übernimmt Semrush. Der SEO‑Tool‑Anbieter wird für rund 1,9 Milliarden US‑Dollar in Adobe Experience Manager und Analytics integriert. Das entspricht einem Aufschlag von über 70 % auf den Börsenkurs. Die Transaktion soll im ersten Halbjahr 2026 durch sein. 

Was heißt das für uns in der Praxis?
Die Branche rückt näher zusammen. Große Suiten wollen den kompletten Kreislauf abdecken – von Sichtbarkeit über Analyse bis Conversion. SEMrush hat zwar als SEO‑Tool begonnen, liefert aber inzwischen auch Insights zu Brand‑Erwähnungen in KI‑Assistenten und Social Kanälen – ein Thema, das perfekt zu Adobes Cross‑Channel‑Gedanken passt. 

Das könnte bedeuten: Wer bereits im Adobe‑Ökosystem arbeitet, bekommt bald bessere Verknüpfungen zwischen Webanalyse und SEO‑Daten. Für andere Kundengruppen dürfte sich der Preis oder die Produkt‑Strategie ändern.

Aus meiner Sicht ist dies das stärkste Signal seit Langem, dass SEO nicht ausläuft, sondern von den größten Tech‑Konzernen als wachstumsentscheidend gesehen wird. 

Neuer Filter für Markensuchen in der Search Console

Google hat zeitgleich einen Branded‑Queries‑Filter eingeführt. Endlich lassen sich Traffic und Klicks nach „Marken‑“ und „Nicht‑Marken‑Suchbegriffen“ trennen – ohne eigene Regex‑Bastelarbeit. 

Der Filter taucht unter „Nach Suchanfrage filtern“ auf und funktioniert über alle Search‑Typen: Web, Bild, Video und News. Eine zusätzliche Karte in Insights zeigt die Verteilung der Klicks beider Gruppen. 

Google nutzt dafür ein KI‑basiertes System, das Fehlertoleranzen, Mehrsprachigkeit und typische Variationen beachtet. Damit siehst du nun klarer, ob deine Maßnahmen neue User anlocken oder nur den Marken‑Traffic verstärken.

Ein praktischer Anwendungsfall:
Nach einem Rebrand möchtest du wissen, ob der neue Name schon bekannt ist – oder du über Generics wächst. Mit dem Filter geht das auf einen Klick. Aber Vorsicht: Diese Klassifizierung passiert rein reporting‑seitig. Dein Ranking ändert sich nicht – nur die Darstellung der Daten. 

Was all das verbindet: Sichtbarkeit in der KI‑Suche messbar machen

Wenn man die vielen Ankündigungen zusammennimmt, zeichnen sie ein klares Bild: Google, Adobe und andere bauen Werkzeuge, die uns helfen sollen, den Einfluss von KI‑gesteuerten Ergebnissen überhaupt erst sichtbar zu machen.

Mit Gemini 3 entstehen Antworten, die mehr wie Mini‑Erlebnisse funktionieren – du bist vielleicht Teil des Kontexts, aber nicht mehr automatisch der Klick‑Empfänger. Die neuen Search‑Console‑Features helfen dir, Veränderungen und Nutzertrends innerhalb dieser komplexen Oberflächen besser nachzuvollziehen. Und Adobes Zukauf von Semrush macht klar, dass Such‑ und Analytics‑Daten nicht mehr getrennt gedacht werden. 

Oder anders gesagt: Die „Suche“ wird selbst zum Erlebnis, und wir müssen lernen, dieses Erlebnis zu vermessen.

Mein persönlicher Eindruck

Als jemand, der jeden Tag mit Traffic‑Kurven und SERP‑Screenshots lebt, fühlt sich diese Woche wie ein Wendepunkt an. Die Technik wird immer charakterstärker – nicht mehr nur Werkzeug, sondern Teampartner. Manchmal fällt es schwer, das Gleichgewicht zu halten zwischen Faszination und Kontrolle. 

Aber wenn du dich darauf einlässt – und weiter offen bleibst für praktische Messbarkeit – bringt diese Entwicklung riesige Chancen: bessere Analysen, mehr Verknüpfung mit anderen Kanälen und am Ende eine Klarheit, die wir lange vermisst haben. 

Fazit

Die eigentliche Überraschung dieser Woche liegt nicht in den einzelnen Features, sondern in ihrem Ziel: Transparenz. Wir sehen besser, wo unsere Inhalte in KI‑Umgebungen landen, wann Änderungen wirklich Wirkung zeigen und wie sich Markeninteresse entwickelt. 

Vielleicht ist es die neue Ära der Sucharbeit: weniger Optimierung im Dunkeln, mehr Verständnis dafür, wie Maschinen denken – und wie Menschen darauf reagieren.

Manchmal verändert sich die Suchwelt nicht durch ein einzelnes Update, sondern durch drei gleichzeitig. Diese Woche war so eine.

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Tom Brigl, Dipl. Betrw.

Ich bin SEO-, E-Commerce- und Online-Marketing-Experte mit über 20 Jahren Erfahrung – direkt aus München.
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