Google hat die Art und Weise, wie Websites mit Community-Inhalten wie Foren und Q&A-Seiten strukturiertes Daten-Markup verwenden können, erweitert. Neu hinzugekommen ist unter anderem die Möglichkeit, KI-generierte Inhalte eindeutig zu kennzeichnen.
Neue Kennzeichnung für maschinell erstellte Inhalte
Mit dem neuen Attribut digitalSourceType können Betreiber von Foren und Frage-Antwort-Plattformen angeben, ob ein Beitrag von einer künstlichen Intelligenz oder einem automatisierten System stammt. Google greift dabei auf die vom IPTC definierten Digital-Source-Werte zurück. Zwei Varianten sind derzeit relevant:
TrainedAlgorithmicMediaDigitalSource– für Inhalte, die durch ein trainiertes Modell wie ein LLM (Large Language Model) erzeugt wurden.AlgorithmicMediaDigitalSource– für einfache, automatisierte Prozesse wie Chatbots oder Auto-Replies.
Die Nutzung dieser Eigenschaft ist nicht verpflichtend, wird jedoch empfohlen. Sie gilt für unterschiedliche Datentypen – etwa Beiträge, Kommentare oder Fragen und Antworten. Lässt man das Feld weg, geht Google davon aus, dass der Inhalt von einem Menschen erstellt wurde.
Gezieltere Angaben zur Diskussionsaktivität
Zusätzlich hat Google das Feld commentCount eingeführt. Dieses ermöglicht, die Gesamtzahl an Kommentaren zu definieren, auch wenn nur ein Teil im sichtbaren Bereich des Markups enthalten ist. Im Zusammenhang mit dem Q&A-Schema erläutert Google eine Formel: Addiert man answerCount und commentCount, ergibt das die gesamte Zahl der Antworten oder Reaktionen in einer Diskussion.
Erweiterte Unterstützung für geteilte Inhalte
Bisher war das Attribut sharedContent nur allgemein für den Typ CreativeWork gedacht. Nun listet Google konkret vier Untertypen auf, mit denen sich gemeinsame oder eingebettete Medien präziser auszeichnen lassen:
- WebPage – wenn ein Link geteilt wurde.
- ImageObject – für ein eingebettetes Bild.
- VideoObject – für ein eingebettetes Video.
- DiscussionForumPosting oder Comment – wenn ein Ausschnitt oder Beitrag aus einem anderen Thread geteilt wurde.
Damit können Foren zukünftig Zitate oder geteilte Inhalte besser mit Kontext versehen. Neu ist außerdem eine Empfehlung zum Umgang mit Vorschaubildern: Link-Previews sollen künftig im sharedContent-Block der verknüpften WebPage liegen und nicht im übergeordneten image-Feld.
Vorteile der Aktualisierung
Der größte Gewinn dieser Anpassung liegt in mehr Transparenz über die Herkunft von Inhalten. Betreiber können Google – und indirekt den Nutzern – mitteilen, ob Beiträge von Menschen oder Maschinen stammen. Das kann insbesondere dann relevant werden, wenn Suchsysteme künftig bei der Bewertung von Content zwischen menschlichen und KI-generierten Texten unterscheiden.
Was bleibt unverändert?
Alle bisher genutzten Strukturen behalten ihre Gültigkeit. Die neuen Felder sind optional und können schrittweise integriert werden, ohne dass bestehendes Markup angepasst werden muss. Google äußert sich bislang nicht dazu, ob oder wie die neuen Angaben das Ranking beeinflussen. Ziel scheint zunächst eine klarere Zuordnung der Inhaltsquelle zu sein.
Fazit
Mit der Einführung von digitalSourceType und erweiterten Attributen wie commentCount und sharedContent erleichtert Google die Maschinenlesbarkeit von Foren- und Community-Daten. Wer strukturiertes Markup nutzt, kann schon jetzt den Ursprung seiner Inhalte sauber deklarieren – ein Schritt, der in der Ära von KI-generiertem Content zunehmend an Bedeutung gewinnt.